18.12.2017

Wann ist Weihnachten so richtig gut für Dich?

Weihnachten ist die Zeit für liebgewonnene Traditionen in unseren Familien. Hier unsere persönlichen Lieblingsmomente.


Dagmar

Der schiefste Baum im Allgäu

Bei meinen Eltern zu Hause wird der Weihnachtsbaum am 24. Dezember geschmückt und jedes Jahr hat mein Papa wieder einen sehr schiefen ausgesucht. Meine Mama neckt ihn dann immer, worauf hin er immer sagt, dass auch dieser Baum ein zu Hause gesucht hat. So kommt es also, dass der schiefste Baum des Allgäus wohl immer bei meinen Eltern zu finden ist. Beim Schmücken des Baumes gibt es immer Glühwein und weltbeste (von mir gebackene Plätzchen) und es läuft als Ritual die Weihnachtsplatte von einer Bigband „ein Stern geht auf“- die ist ein bisschen gruselig aber gehört einfach dazu. Bei uns kommen dann immer noch Freunde und Familie zum Baum loben, auch ein Brauch – da bekommt man im Allgäu nämlich einen Schnaps…

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Andrea

Engelwurz

Am 25. Dezember in der Nacht, eine der Rauhnächte, räuchere ich unser Haus, den Pferdestall und das Bienenhaus mit Engelwurz aus. Dazu fülle ich das alte gusseiserne Bügeleisen meiner Urgroßmutter mit glühender Kohle und Engelwurz, ziehe mich warm an und gehe los. Dabei fühle ich mich immer ganz besonders und verbunden mit allen weiblichen Vorfahren. Bis ich dann ins Haus zurückkomme, und meine Familie meine Räucheraktion kommentiert: „Hey das stinkt entsetzlich!“, „Oh Mama, das nervt, jedes Jahr der Mief!“, „Muss das sein, das ist echt zu viel!“ Und dann fühle ich mich wieder ein bisschen weniger besonders. Jedes Jahr.

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Barbara

Weihnachten spielen

Für uns ist Weihnachten ein bedeutendes christliches Fest, das die ganze Familie mit Begeisterung feiert. Im Advent lesen wir oft die biblische Weihnachtsgeschichte und erzählen unseren Kindern von Christi Geburt. Die Zwei lieben es, das Ganze dann auf ihrer Playmobilkrippe nach zu spielen. Unserem dreijährigen Max hat es vor allem das Kamel von den Heiligen Drei Königen angetan und seine kleine Schwester Flora liebt es, mit den Schäfchen zu spielen. Ok, der Hirte verliert immer seine Haare – irgendwas ist halt immer ;-) In Sachen Musik sind wir ein spitzen Team: Max pustet in die Flöte, ich mache die Finger dazu, Flora spielt „Schepperle“ und mein Mann singt. Oder wir singen alle: von „Ihr Kinderlein kommet“ bis „Schneeflöckchen“. Trompete ist Max allerdings zu laut – da hält er sich sicherheitshalber die Ohren zu. :-)

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Sarah

Geburtstagsparty für Jesus

Seit meiner Jugend besteht in meinem engen Freundeskreis der Brauch, sich am Weihnachtsvorabend in der Stammkneipe zu treffen, um in Jesus Geburtstag rein zu feiern. Um Punkt 0:00 Uhr wird angestoßen und ein „Happy birthday lieber Jesus“ geträllert. Mitkommen darf nur, wer sich an diesem Ritual auch beteiligt. Nun, einige Jahre später, ist die Party etwas gemäßigter und findet abwechselnd zuhause statt, wenn alle Kinder im Bett sind.

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Magdalena

Sekt am See

Kleine Weihnachtstradition bei meiner Familie und unseren Freunden und Nachbarn: am 24. Dezember veranstalten wir um die Mittagszeit einen geselligen Sektempfang im Freien direkt am Bodensee mit allen, die nach Hause gekommen sind. Da essen wir dann alle Plätzchen auf, die aus der Adventszeit übrig sind.

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Britta

Liebe & Bewusstsein

Für mich ist Weihnachten, mich nur mit Menschen zu umgeben, die ich liebe und zu versuchen, diesen Moment ganz bewusst zu leben.

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Hans

Driving home for Christmas

Ich liebe amerikanische Weihnachtslieder. Besonders bei „Driving home for christmas“ bekomme ich so richtig Weihnachtslaune. Ich drehe dann mein Radio lauter und singe beherzt mit: So I sing for you, though you can’t hear me, when I get through, oh and feel you near me. Driving in my car, with a thousand memories. Und wenn Zuccero dann noch „White Christmas“ singt, dann geht’s mir gut.

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Marlene

Champagnerlaune

Auch dieses Jahr verbringen meine Tochter und ich den Heiligabend wieder miteinander. Es ist schon fast zur Tradition geworden, dass wir neben einem selbst zubereiteten 3-Gänge Menü auch Champagner miteinander trinken. Zur Vorspeise wird es dieses Jahr einen Feldsalat mit Speckwürfeln, Croutons und Balsamico-Senf-Dressing geben. Danach machen wir meist Bescherung, weil meine (erwachsene!) Tochter die Spannung auf ihre Geschenke nicht mehr aushält. Gegrillte Garnelen mit Zitronenreis mit Curryblättern folgen danach als Hauptgang. Zum Abschluss genießen wir ein Zimtparfait mit Granatapfelkernen. Zu vorgerückter Stunde schauen wir dann spontan, was wir machen: manchmal trifft jeder von uns noch Freunde und geht feiern, an anderen Heiligabenden plaudern wir bis in die späte Nacht und erfreuen uns daran, wie gut es uns geht. An solchen Abenden wird mir bewusst, was für ein großes Glück es bedeutet, Familie und Freunde zu haben, mit denen ich mein Leben teilen kann.

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Michael

Sentimentale Rebellen

Schon mein Vater war in seiner Jugend ein Rebell. Einer, für den Weihnachten spießig und altbacken war. Irgendwann hat er mir anvertraut, dass er es – trotz allem Rebellentums – als unglaublich schön empfand, an Heiligabend mit seiner Schwester und seinem Vater in die Kirche zu gehen, anschließend zu Hause ein Glöckchen oder ersatzweise mit einer feinen Tasse zu klingeln und vor dem erleuchteten Weihnachtsbaum Weihnachtslieder zu singen. So denn auch ich. So denn auch alle meine Söhne! Mein persönlicher Höhepunkt ist, wenn meine drei erwachsenen Jungs mit kraftvoller Stimme (alle waren immer auch im Schulchor) in der Kirche Weihnachtslieder singen und sich anschließend über die vorwurfsvollen Gesichter der Gottesdienstbesucher (ob der lauten, klaren Stimmen) köstlich amüsieren.

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Susanna

Weihnachtswunschzettel

In meiner Familie schreiben wir traditionell auf, was wir den anderen von Herzen wünschen. Jeder findet seine gesammelten Wunschzettel in einem Umschlag auf dem festlich gedeckten Tisch und im Laufe des Heiligen Abends lesen wir sie uns dann gegenseitig vor. Als mein Sohn Juls 4 Jahre alt war, diktierte er mir: „Lieber Papa, ich wünsche Dir immer genug Süßigkeiten in Deinem Leben, damit du nicht andauernd meine essen musst.“

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Georg

Familienessen

Der Nachmittag gehört den Eltern. Papa bereitet das Essen vor, Mama schmückt die Wohnung und den Tisch festlich und weihnachtlich. Am Abend, wenn es draußen dunkel geworden ist, kommen die Kinder und Enkelkinder. Es ist schön beieinander zu sein. Die letzten Handgriffe werden in der Küche getätigt. Dann wird aufgetischt. Verschiedene Salate mit verschiedenen warmen und kalten Dressings und verschiedenen gebratenen Fischstücken hat jeder auf seinem großen Teller aufgetürmt bekommen. Vor dem Servieren werden noch geriebener Käse und frisch geröstete Pinienkerne darüber gestreut. Hmm, das riecht gut und schmeckt! Frohe Weihnachten!

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Julia

Zeit ist das wertvollste Geschenk

Sich uneingeschränkt Zeit füreinander zu nehmen ist das Kostbarste was wir uns schenken können. Im feierlichen Zusammensein bewusst wahrzunehmen welch Glück es ist uns zu haben und immer füreinander da zu sein (und das nicht nur an Weihnachten!). Das ist der Sinn, den Weihnachten für mich macht.

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Sonja

Stille Nacht

Die Kirche wird dunkel, es ist nur noch die Weihnachtsbeleuchtung an. Und alle singen Stille Nacht, sonst ist nichts zu hören – dann ist Weihnachten für mich.

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IFW Ansprechpartner
Christa

Der erste Christbaum

Vor der Bescherung lese ich meiner Familie immer eine Weihnachtsgeschichte vor. Die alte Erzählung von Peter Rosegger finde ich besonders rührend. Ein Student kommt zu den ersten Weihnachtsferien nach Hause auf den kleinen, urheimlichen Waldbauernhof. Er fand seinen achtjährigen Bruder Nickerl blass und hustend vor. Da wollte er ihm eine besondere Freude bereiten. Die ganze Nacht lag er wach und grübelte. Er erinnerte sich daran, dass die Leute in der Stadt wohl ein echtes Fichtenbäumchen auf den Tisch stellen und Kerzen darauf befestigen. Heimlich machte er sich an die Arbeit und bereitete den lieben Bauersleuten und seinem kleinen Bruder in der großen Stube den ersten Christbaum in der Waldheimat.

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Nicole

Christmas with my friends

In der Weihnachtszeit höre ich Nils Landgren „Christmas with my friends“ 1-5 rauf und runter. Dazu trinke ich Rotwein und genieße die ruhigen Tage in familiärer Atmosphäre.

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Systemicher Coach_Consultant
Hannes

Vernetzung 2.0

Was im letzten Jahr als innovative Blödelei zum Thema Perspektivenwechsel bei der Vernetzung begann, ist heute schon auf dem besten Weg, eine handfeste Tradition zu werden: Ich wollte hineinspüren, wie sich wohl der Christbaum fühlt, wenn er durch den Tunnel ins Netz gesteckt wird.

Und obwohl ich beim ersten Mal mit dem Schienbein hängen geblieben bin, habe ich mich auch dieses Jahr wieder todesmutig dieser atemraubenden Challenge gestellt.

Und wie man sieht – mit Bravour bestanden.