Neurodivergenz und ADHS im Erwachsenenalter
Diese Reihe von Online-Fachabenden sollen wissenschaftlich fundierte Inhalte mit verständlicher Neurobiologie, anschaulichen Fallvignetten sowie konkreten Bezügen zu Beratung, Coaching und Therapie verbinden.
Neben der Vermittlung von Fachwissen ist mir eine wertschätzende und zugleich differenzierte Haltung wichtig. ADHS sollte weder ausschließlich defizitorientiert betrachtet noch als vermeintliche „Superkraft“ romantisiert werden.
Das Ziel besteht darin, Beeinträchtigungen frühzeitig zu erkennen, Ressourcen zu aktivieren und die Passung zwischen Person, Aufgabe und Umfeld stärker in den Blick zu nehmen.
Jeder Abend soll ein konkretes Tool, eine Reflexionshilfe oder eine unmittelbar nutzbare Herangehensweise für die berufliche Praxis enthalten. Gleichzeitig werden die Grenzen zwischen Coaching, Beratung, Psychotherapie, Screening und fachgerechter Diagnostik transparent benannt.
Der Einführungsabend schafft die fachliche Grundlage für die gesamte Reihe.
10.05.2027
Vorgesehen sind unter anderem:
- Begriffsklärung Neurodiversität, Neurodivergenz und ADHS
- historische Entwicklung und Einordnung der Diskussion um eine vermeintliche „Modediagnose“
- Epidemiologie und Entwicklung der Diagnosezahlen
- Klassifikation und Diagnostik nach ICD und DSM
- genetische, familiäre und neurobiologische Grundlagen
- Bedeutung von Dopamin, Noradrenalin und exekutiven Netzwerken
- unterschiedliche Erscheinungsformen und Veränderungen über die Lebensspanne
- kurze Einordnung von Autismus und Hochsensibilität
- mögliche Folgen einer ausbleibenden oder späten Erkennung
- ressourcenorientierte und gleichzeitig fachlich präzise Haltung