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Marlene Bierer-Fischer, Birgit Salewski, Boris Gebhard

Natürlich können wir über Sex sprechen – wir sollten sogar!

Sexualität und Intimität in Beratung und Therapie professionell begleiten

Sexualität gehört zum Leben und begegnet uns in den unterschiedlichsten beruflichen Zusammenhängen. Sie kann Thema sein, ausdrücklich oder unausgesprochen, in Beratung und Therapie ebenso wie in Medizin, Pädagogik oder in anderen professionellen Kontexten.

Doch wie gelingt es, darüber sicher, klar und sensibel zu sprechen? Die Unsicherheit ist verständlich: Sexualität ist meistens kein Thema, das man einfach so bespricht. Es braucht eine professionelle Haltung, fachliches Wissen und ein methodisch ausgewähltes Repertoire. Genau das vermitteln wir kompakt in der achttägigen Fortbildung „Systemische Methoden der Sexualtherapie“.

Was Sie mitnehmen:

  • Handlungssicherheit im Umgang mit den Themen Sexualität und Intimität in Beratung und Therapie
  • Fundierte Fachlichkeit, Methoden und Sprache für schambesetzte Gespräche
  • Eine wertneutrale, professionelle Haltung gegenüber allen Formen gelebter Sexualität und Intimität

Vom Zögern zur Souveränität

Sexualität natürlich, fundiert und sensibel ansprechen zu können ist eine Kompetenz, die erlernbar ist. Marlene Bierer-Fischer, die die Fortbildung seit über zwei Jahrzehnten prägt, bringt es so auf den Punkt:

„Manche Menschen kommen gezielt mit dem Thema Sexualität, viele aber mit einem anderen Anliegen, wie zum Beispiel: ‘Wir können nicht mehr miteinander kommunizieren.’ In der systemischen Beratung und Therapie bringen wir dann immer und natürlich die Frage ein, wie es in ihrer körperlichen und sexuellen Beziehung geht.“ „Unsere Teilnehmenden merken schnell: Fachlich über Intimes zu sprechen ist gar nicht so wild und viel weniger schlimm, als sie vielleicht befürchtet haben. Dies stärkt das Zutrauen und die Fachlichkeit.“
— Marlene Bierer-Fischer

Ein Fundament aus 26 Jahren Praxis und Lehrerfahrung

Seit Anfang der 2000er bieten wir am IFW diese Fortbildung an. In dieser Zeit ist eine Zusammenstellung aus aktuellem Wissen und Forschungsergebnissen entstanden, untermauert von Tausenden von Beratungsstunden. Marlene Bierer-Fischer hat die Inhalte über viele Jahre gemeinsam mit Michael Stanislawski entwickelt.

„Aus dieser langjährigen Praxisarbeit ist eine Fülle an Herangehensweisen und Methoden entstanden, die heute das Fundament der Fortbildung bilden. Was sich in der Praxis bewährt hat, behalten wir bei und entwickeln es kontinuierlich weiter.“
— Marlene Bierer-Fischer

Birgit Salewski über das, was das Format für viele Fachkräfte zugänglich macht:

„Wir bieten ein kompaktes Kondensat aus der beruflichen Praxis als Berater und Therapeuten. Eben das Beste, auf den Punkt gebracht. Für Menschen, die nicht in eine mehrjährige Weiterbildung investieren können oder wollen, aber trotzdem professionell und souverän mit Sexualität in Beratung und Therapie umgehen möchten.“
— Birgit Salewski

 

Für alle, die mit Menschen arbeiten

Die Fortbildung richtet sich an Fachkräfte aus den unterschiedlichsten Bereichen:

„Unser Fokus liegt ganz klar auf der professionellen Ebene. Wir richten uns an Berater:innen, Therapeut:innen, Coaches, Sozialpädagog:innen, Heilpädagog:innen, Pädagog:innen. Unsere Weiterbildungsgruppen sind immer sehr vielfältig.“
— Marlene Bierer-Fischer

Boris Gebhard ergänzt, wie bunt die Gruppen in der Praxis sind:

„In unseren Fortbildungsgruppen kommen Menschen aus sehr unterschiedlichen Disziplinen zusammen. Mit dabei sind zum Beispiel auch Gynäkolog:innen und andere Professionen, die Sexualität in ihrem Berufsalltag mitdenken wollen.“
— Boris Gebhard

„Sexualität ist in der einen oder anderen Form ein Grundbestandteil der Identität aller Menschen und damit ein Thema, das in jede Beratung und jede Therapie gehört, egal ob mit Einzelpersonen oder Paaren.“
— Marlene Bierer-Fischer

 

Sexualität proaktiv im Beratungssetting ansprechen?

Wenn die Therapeutin oder der Therapeut im Einzel- oder Paarsetting das Thema Sexualität nicht aktiv eröffnet, bleibt es oft dauerhaft unbesprochen – obwohl es häufig zentral ist.

„Wir haben die Beziehungsdynamik auf der einen Seite und die Sexualität des Paares auf der anderen und beides bedingt sich gegenseitig. Sexualität zeigt manchmal wie eine Lupe auf die wunden Punkte und Bedürfnisse in der Partnerschaft. Sexualität stets mitzudenken und früh ein Gesprächsangebot zu machen, ist ein wertvolles Fenster, das sich zu öffnen lohnt. Wir üben genau das: Wie komme ich selbstverständlich und offen ins Thema – auch dann, wenn der Klient selbst es zunächst nicht benennt.“
— Boris Gebhard

 

Scham, Tabu, Leistungsdruck – und was dahintersteckt

Sexualität ist für viele Menschen ein sehr forderndes Thema. Geprägt von Scham, von Vergleichen mit dem, was im Internet als „normal“ gilt, und dem Druck, funktionieren zu müssen. All das landet täglich in Beratungsgesprächen, meist verkleidet als etwas anderes.

„Dafür brauche ich Fachlichkeit, angemessene Sprache und einen menschlichen Zugang, der vermittelt: Es ist in Ordnung, dass wir darüber sprechen. Wer bin ich? Was tut mir gut? Wer möchte ich sein? Das sind Fragen, die in der Sexualität immer wieder auftauchen.“
— Birgit Salewski

 

Offen für alle Lebenswelten

Queere Identitäten, Erfahrungen mit Transsexualität, nicht monogame Beziehungsformen, BDSM. Was früher nicht angesprochen wurde und heute noch z.T. Diskriminierung erfährt, ist längst Teil des Beratungsalltags. Wer hier nicht auf dem Stand der Zeit ist, läuft Gefahr, Klient:innen unbewusst nicht da abzuholen, wo sie längst leben und lieben.

„Es gibt nicht die eine Sexualität. Menschen können sich an unterschiedlichen Punkten ihrer persönlichen Entwicklung befinden. Jeder Mensch ist zunächst für sich ein sexuelles Wesen. Gleichzeitig kann Sexualität in Beziehungen erlebt werden. Das führt weg von Linearität und hin zu Zirkularität.“
— Birgit Salewski

„Wir wollen unsere Teilnehmenden befähigen, neutral und offen zu bleiben. Es ist ok, keinen Sex zu haben. Es ist ok, keine Lust zu haben. Wir klären gemeinsam, wo der Leidensdruck oder die Wünsche liegen – unabhängig davon, wie nischenhaft ein Thema erscheint.“
— Boris Gebhard

„Klient:innen erleben, dass sie oft automatisch in eine heteronormative Schublade eingeordnet werden, ohne dass jemand fragt. Andere fühlen sich nicht ernst genommen, wenn sie in der Beratung z.B. auf ihre Sexualität reduziert werden, auch wenn sie mit einem ganz anderen Anliegen kommen.“ — Birgit Salewski Am Puls der nächsten Generation Jüngere Klient:innen kommen häufig früher in die Beratung. Ihre Fragen und Bedürfnisse verändern sich. „Wir fragen: Was tut sich gerade? Welche Lebensrealitäten gibt es? Was bedeuten sie eigentlich? So behalten wir den Anschluss und unsere Teilnehmenden auch.“
— Birgit Salewski

Jetzt die Gelegenheit nutzen – die nächste Gruppe startet im November 2026.

Sexualität gehört zum Leben und damit gehört sie in den professionellen Alltag. Als selbstverständlicher Teil des menschlichen Erlebens.

Die Termine im Überblick:

Seminar 1: 10.11. – 11.11.2026 (Di/Mi)
Seminar 2: 16.12. – 17.12.2026 (Mi/Do)
Seminar 3: 23.02. – 24.02.2027 (Di/Mi)
Seminar 4: 26.04. – 27.04.2027 (Mo/Di)

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