5.05.2022 - Birgit Salewski und Nicole Karrer

Wie begleite ich Kinder und Jugendliche bei Fragen und Ängsten zum Thema Krieg?

Wie Erwachsene zuversichtlich bleiben

  • Nachrichtenkonsum minimieren
  • unbewussten Medienkonsum reflektieren
  • mit anderen sprechen hilft
  • aktiv werden
  • Fokus auf das Gute und Friedliche
  • Dasein für Kinder, Jugendliche und andere Menschen

 

Kleinkinder und Vorschulkinder

  • von Medien und Bildern aus Kriegsgebieten fernhalten
  • NUR auf gestellte Fragen eingehen
  • kurze und kindgerechte Sätze: z.B. „Da hat ein großes Land ein kleines angegriffen, weil es das Land haben möchte- und zwar gegen sein Recht. Das ist schrecklich, da viele Menschen verletzt werden oder sterben.“
  • Kinder sind Meister im Spüren: Wahrnehmungen und Sorgen ernst nehmen
  • Fokus auf das Gute und Gerechte lenken
  • aktiv werden: Malen, Singen, Kerze anzünden, Spielsachen spenden

 

Grundschul- und jüngere Schulkinder

  • Medienberichte dosieren und auswählen
  • zusammen anschauen und auch eigene Gefühle benennen
  • auf reduzierte Wiederholungen achten: viele Medienzugänge
  • Sorgen ernst nehmen, aber wenig Raum für Panik geben
  • Sicherheitsgefühl stärken: Gemeinsame Aktivitäten, Bewegung/Regulation anbieten
  • Rituale einführen oder bewusst einsetzen wie Gebete, Kerze anzünden
  • Wege aus der Hilflosigkeit: Fokus auf das Gute und Gerechte lenken
  • aktiv werden: Malen, Singen, Spenden, Internationale Hilfe, Demos etc.
  • bei Albträumen: Traum malen lassen und Helfer dazu

 

Jugendliche und junge Erwachsene

  • aktive Nachfrage: „Was hast Du gesehen/gehört?“ „Wie geht es Dir damit?“
  • Gespräch anbieten und dosiert dran bleiben
  • seriöse Medien anbieten und zusammen besprechen
  • eigene Sorgen zugeben, benennen was Zuversicht gibt
  • in Aktivität einbeziehen und Eigeninitiative fördern
  • Regulation fördern z.B. über die APP „Body2Brain“